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Verbessern Sie mit Blutdruckselbstmessung den Therapieerfolg


Hochdruck tut nicht weh


Der Bluthochdruck ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die unbehandelt zu Folgeschäden wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann. Ist der Blutdruck zu hoch, warnt er den Betroffenen jedoch in der Regel nicht durch Beschwerden. Sie können Ihren Hochdruck nicht spüren! Nur eine Kontrollmessung kann Aufschluss darüber geben, ob Ihr Blutdruck die Normwerte übersteigt - auch wenn Sie sich gut fühlen.
 
Die Blutdruckmessung beim Arzt erfolgt relativ selten und gibt nur eine Momentaufnahme wieder. Außerdem kann die Messung in der Praxis durch die Aufregung und Anspannung in der Untersuchungssituation verfälschte Werte ergeben.
 
Doch damit Sie wirkungsvoll gegen Ihren Hochdruck vorgehen können, ist es wichtig, dass Sie Ihre Blutdruckwerte auch im Alltag genau kennen und einschätzen können, wie Sie auf äußere Einflüsse reagieren.

Mit Selbstmessung haben Sie Ihren Blutdruck immer im Blick


Nur wenn Sie täglich Ihren Blutdruck selbst zu Hause messen, können Sie Ihren Körper kennen lernen und verfolgen, wie sich Ihre Lebensführung auf Ihre Blutdruckwerte auswirkt. Dieses Wissen wird Ihnen den Umgang mit Ihrer Krankheit erleichtern.
 
Sie lernen, wie nichtmedikamentöse Maßnahmen, z. B. gesunde, salzarme Ernährung, und gegebenenfalls eine Gewichtsreduktion positiv auf Ihren Blutdruck wirken.
 
Umgekehrt sehen Sie, wie z. B. Stress und anhaltende Konfliktsituationen Ihren Blutdruck steigern und dass sie daher besser vermieden werden sollten. Falls Sie Beschwerden haben, können Sie durch zusätzliche Messungen leicht feststellen, ob diese blutdruckabhängig sind oder nicht.
 
Mit der Selbstmessung können Sie auch die Wirkung Ihrer vom Arzt verordneten Medikamente verfolgen. Wenn Sie Ihre Tabletten regelmäßig nach der Anweisung Ihres Arztes nehmen, wird sich der Erfolg bei Ihren Blutdruckwerten rasch bemerkbar machen. Umgekehrt werden Sie beobachten können, dass Ihr Blutdruck wieder ansteigt, wenn Sie Ihre Medikamente eigenmächtig absetzen.

Unterstützen Sie Ihren Arzt


Ihre Messwerte sollten Sie sorgfältig in Ihrem Blutdruck-Pass protokollieren. Bei Ihrem nächsten Untersuchungstermin können Sie Ihr Protokoll mit Ihrem Arzt besprechen. Anhand Ihrer Aufzeichnungen können Sie beide gemeinsam den Behandlungserfolg kontrollieren. Ihr Arzt kann die medikamentöse Therapie überprüfen und gegebenenfalls die Dosierung Ihres Medikamentes auf Ihre individuellen Bedürfnisse abstimmen.

So funktioniert die Blutdruckmessung


Wird die Manschette am Oberarm aufgepumpt, so überträgt sich der steigende Druck in der Manschette auf die Oberarmmuskulatur und schließlich auf die Schlagader im Arm, bis die Ader zusammengedrückt wird und kein Blut mehr hindurchfließt.
 
* Wird langsam die Luft aus der Manschette abgelassen, fängt das Blut in der Schlagader in dem Moment wieder an zu strömen, in dem der Druck in der Ader genauso hoch ist wie in der Manschette. Bei jedem Herzschlag wird das Blut jetzt durch die eben noch zusammengedrückte Ader gepresst. Diesen stoßartigen Blutfluss kann man mit dem Stethoskop als Klopfton hören. Bei Beginn des Klopftons entspricht der Druck in der Manschette dem höheren, systolischen Blutdruck.
 
* Beim weiteren Druckablassen wird der Pulston langsam leiser. Sobald die Ader nicht mehr durch den Gegendruck der Manschette eingeengt ist, kann das Blut die Ader wieder ungehindert durchströmen, und der Klopfton verschwindet. In diesem Moment entspricht der Manschettendruck dem niedrigeren, diastolischen Blutdruck, der während des Erschlaffens des Herzens in der Schlagader herrscht.

So messen Sie zu Hause selbst


Mit den modernen Messgeräten ist die Blutdruckselbstmessung gar kein Problem. Hier die wichtigsten Regeln:
  • Messen Sie stets im Sitzen, nachdem Sie sich einige Minuten ausgeruht haben.
  • Messen Sie immer am selben Arm. Legen Sie ihn bequem, leicht angewinkelt auf einen Tisch, so dass die Manschette in Herzhöhe zu liegen kommt.
  • Legen Sie die Manschette luftleer an. Das eingebaute Stethoskop oder der elektronische Messfühler sollte an der Arminnenseite 2,5 cm über der Ellenbeuge platziert werden. Die Manschette soll direkt auf der Haut und mit leichtem Druck überall am Oberarm anliegen.
  • Pumpen Sie die Manschette auf, bis der Puls am Handgelenk verschwindet und anschließend noch um weitere 20 mm Hg. Lassen Sie dann den Manschettendruck langsam um 2-3 mm Hg pro Sekunde ab.
  • Wenn Sie ein Gerät mit Stethoskop besitzen, merken Sie sich bei Beginn des Klopftons den systolischen Wert und bei Verschwinden des Klopftons den diastolischen Wert.
  • Elektronische Geräte registrieren diese Messwerte automatisch.
  • Vollautomatische Geräte steuern außerdem den Pump- und Ablassvorgang selbsttätig und brauchen nur durch einen Knopfdruck gestartet zu werden.
  • Wiederholen Sie die Messung nach 2 Minuten.
  • Für die Messung am Handgelenk gibt es vollautomatische Geräte.
Wichtig ist, dass das Messfeld auf der Innenseite des Handgelenks liegt, wo die Schlagader verläuft. Auch hier muss die Manschette in Herzhöhe liegen. Dazu wird das Handgelenk auf die Brust gelegt oder auf einer Unterlage auf dem Tisch gelagert.

Mögliche Fehlerquellen


  • Sie sind nicht genügend entspannt.
  • Der Arm wird nicht ruhig gehalten.
  • Der Arm liegt nicht in Herzhöhe.
  • Zu langsames Aufpumpen.
  • Die Manschette ist nicht über der Schlagader positioniert.
  • Zu schnelles Ablassen.

Darauf sollten Sie achten


Damit Sie Ihre täglichen Messwerte auch gut miteinander vergleichen können, sollten Sie stets zur gleichen Uhrzeit messen, da der Blutdruck im Tagesverlauf schwankt. Wenn Sie früher oder später als gewohnt messen, ist Ihr Blutdruck auf einmal viel höher oder niedriger als sonst.
  • Der Blutdruck kann außerdem je nach aktueller Belastungssituation sehr unterschiedlich sein. Um vergleichbare Informationen zu erhalten, sollten Sie stets in Ruhe und im Sitzen messen.
  • Sofern Ihnen Ihr Arzt keine anderen Anweisungen gegeben hat, messen Sie Ihren Blutdruck einmal pro Tag, am besten morgens.
  • Sie sollten nicht nach dem Essen messen, weil sich große Mengen des Bluts dann im Bauchraum befinden, wo sie zur Verdauung benötigt werden, und man zu niedrige Werte erhält.
  • Vergessen Sie nicht, vor jeder Messung Datum und Uhrzeit in Ihrem Blutdruck-Pass zu notieren und Ihre gemessenen Werte sorgfältig in die Tabelle oder Grafik einzutragen.

Zielwerte


Normal: Ruhewert zwischen 120/80 und 129/84 mmHg
Hoch-Normal (noch akzeptabel): zwischen 130/85 und 139/89 mmHg
Bluthochdruck: ab 140/90 mmHg

Anbieter von Blutdruckmessgeräten


Blutdruckmessgeräte werden unter anderem von folgenden Herstellern angeboten:
 
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