 |
     |
|
|
 |

Risikofaktor Gefäßverkalkung
Was versteht man unter einer Gefäßverkalkung?
Bei einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) verengt und verhärtet sich zunehmend die Gefäßwand, die normalerweise weich und elastisch ist. Die Arteriosklerose ist ein chronischer Prozess, der bereits in jungen Jahren beginnt und bei jedem Menschen als so genannte Verschleißerscheinung auftritt, ähnlich dem Wasserschlauch einer Waschmaschine, der mit der Zeit spröde wird und verkalkt. Es konnte gezeigt werden, dass bereits ca. 30% der 17 - 18 jährigen jungen Männer Anzeichen einer beginnenden Gefäßverkalkung aufweisen. Bei manchen Menschen, die zu viele gefäßschädigende Faktoren aufweisen, treten die Verschleißerscheinungen jedoch schneller ein und führen frühzeitig zu Folgeerkrankungen.
Die Gefäßverkalkung verläuft in mehreren Schritten:
- zuerst führt die Belastung zu kleinen Verletzungen in der obersten Schicht der Gefäßwand.
- dann lagern sich bestimmte Cholesterinpartikel (LDL) an die verletzten Stellen der Gefäßwand an und bilden Fettstreifen.
- es bilden sich Anhäufungen von Fettpartikeln (Plaques).
- es lagern sich Kalksalze in die Plaques ein.
 Entstehung der Gefäßverkalkung
Warum ist eine Gefäßverkalkung gefährlich?
Ein verkalktes Gefäß birgt die beiden folgenden Risiken:
- es kann verstopfen.
- es kann einreißen.
Da ein verstopftes oder eingerissenes Gefäß nicht mehr seiner Aufgabe, nämlich der Versorgung von Organen mit Sauerstoff und Nährstoffen nachkommen kann, stirbt das Gewebe im Versorgungsbereich des Gefäßes ab. Beim Herz spricht man dann von einem Herzinfarkt, beim Gehirn von einem Schlaganfall.
Am empfindlichsten in Bezug auf eine Gefäßverkalkung sind das Herz, das Gehirn und die großen Beinarterien. Typische Folgeerkrankungen einer Gefäßverkalkung sind deshalb:
- Angina pectoris (Brustenge) und Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Durchblutungsstörungen der Beine
 Folgen der Gefäßverkalkung
Wie merke ich etwas von einer Gefäßverkalkung?
Eine Gefäßverkalkung wird erst bemerkt, wenn das Gefäß bereits so stark geschädigt ist, dass die Durchblutung des Organs, das durch das Gefäß versorgt wird, gestört ist.
Am Herz spürt man z. B. eine Gefäßverkalkung durch:
- Brustenge
- Übelkeit
- Atemnot
Am Gehirn macht sich eine Gefäßverkalkung mit den folgenden Symptomen bemerkbar:
- Vergesslichkeit
- Zerstreutheit
- Vorübergehende Lähmungen
- Gefühlsstörungen
- Sehstörungen
Am Bein bemerkt man eine Gefäßverkalkung durch:
- Schmerzen und Krämpfe im Bein beim Gehen
Eine Möglichkeit den Zustand der einzelnen Gefäße insgesamt zu beurteilen, ist die Betrachtung der Gefäße im Auge. Dabei schaut sich der Arzt über eine Lupe direkt die Gefäße der Netzhaut an. Hier kann man bereits frühzeitig Veränderungen an den Gefäßen feststellen und das individuelle Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen abschätzen. Stellt der Arzt Veränderungen an den Netzhautgefäßen fest, kann der Patient über eine Reduktion seiner persönlichen Risikofaktoren sein Risiko für zukünftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.
|
 |
|
|
|