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Risikofaktor Verdickung des Herzmuskels
Was ist eine Verdickung des Herzmuskels?
Von einem verdickten Herzmuskel der linken Herzkammer (linksventrikuläre Hypertrophie) spricht man, wenn die Wanddicke des Herzmuskels verglichen mit einem gesunden Menschen größer ist. Die normale Wanddicke der linken Herzkammer beträgt 6 - 12 mm. Bei einer Verdickung des Herzmuskels steigt dieser Wert je nach Ausprägung an.
Warum verdickt der Herzmuskel?
Bei hohem Blutdruck, der über längere Zeit besteht, muss das Herz vermehrt arbeiten. Es benötigt dazu mehr Muskelkraft. Um diese vermehrte Muskelkraft aufzubringen, muss sich der Herzmuskel an die neue Situation anpassen. Daraus resultiert eine Vergrößerung der einzelnen Herzmuskelzellen, die dann insgesamt zu einem dickeren Herzmuskel führen. In den letzten Jahren konnte man zudem nachweisen, dass auch das Renin-Angiotensin-System, ein kompliziertes System zur Regulation des Kreislaufs, dem Herzen hilft, sich an die erhöhte Belastung durch den Bluthochdruck anzupassen.
Warum ist ein verdickter Herzmuskel gefährlich?
Es ist schon seit Langem bekannt, dass eine Verdickung des Herzmuskels mit einem erhöhten Risiko für eine Herzkrankheit einhergeht. Das liegt darin begründet, dass ein verdickter Herzmuskel vermehrt Sauerstoff benötigt. Das Risiko für eine Unterversorgung mit Sauerstoff ist daher erhöht, was bedeutet, dass bei Patienten mit verdicktem Herzmuskel es eher zu einem Herzinfarkt kommt.
Besteht der Bluthochdruck zudem über einen sehr langen Zeitraum, kommt es mit der Zeit zu Verschleißerscheinungen im Herzmuskel, das Gewebe "leiert" aus und das Herz vergrößert sich stark. Ein solches Herz kann nicht mehr effektiv arbeiten und ist dann nicht mehr in der Lage, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen. Ist diese Situation eingetreten, spricht man von einer Herzinsuffizienz.
Ein vergrößertes Herz ist unter Sauerstoffmangel zudem sehr anfällig für Herzrhythmusstörungen, sodass das Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen deutlich erhöht ist.
 Verdickung des Herzmuskels und die Folgen
Was ist der Unterschied zwischen einem Sportlerherz und einer Herzverdickung bei Bluthochdruck?
Auch durch körperliches Training kann der Herzmuskel dicker werden. In diesem Fall passt sich das Herzmuskelgewebe an die beim Sport geforderte höhere Belastung an. Im Unterschied zur Herzmuskelverdickung beim Bluthochdruck kommt es beim Sportlerherz jedoch zu einer harmonischen Größenzunahme des gesamten Herzens, die mit einer verbesserten Herzleistung einhergeht. Im weiteren Verlauf kommt es nicht wie beim Bluthochdruckherz zu Verschleißerscheinungen und einem -"Ausleiern" des Herzmuskels. Zudem ist die Sauerstoffversorgung bei einem Sportlerherz durch die nicht geschädigten Herzgefäße und das körperliche Training im Allgemeinen bestens gewährleistet.
Wie kann ich eine Verdickung des Herzmuskels feststellen?
Eine Herzmuskelverdickung verursacht am Anfang keine Symptome. Kommt es im weiteren Verlauf zum "Ausleiern" des Herzens mit Einschränkungen der Pumpleistung des Herzens, dann bemerkt das der Patient durch:
- Müdigkeit
- nachlassende Leistungsfähigkeit
- Atemnot bei Belastung
- Wassereinlagerung in den Beinen
- Brustschmerzen
Der Arzt kann eine Herzmuskelverdickung durch folgende Untersuchungen feststellen:
- Ultraschall des Herzens (Echokardiografie)
- EKG
Ist das Herz bereits stark vergrößert dann:
- Röntgen-Untersuchung des Brustraums
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