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Bluthochdruck & Herz
Welche Schäden entstehen durch Bluthochdruck am Herz und welche Folgeerkrankungen resultieren daraus?
Schäden am Herz
Je höher der Blutdruck ist, desto kräftiger muss das Herz arbeiten, um das Blut in Bewegung zu halten. Der Herzmuskel, der aus einer rechten und linken Herzkammer besteht, muss sich auf Dauer dieser erhöhten Beanspruchung anpassen und verdickt sich. Dabei kommt es aufgrund des erhöhten Drucks im Körperkreislauf vor allem zu einer Verdickung des linken Herzmuskels (linksventrikuläre Hypertrophie). Die Verdickung des Herzmuskels geht mit einer verminderten Elastizität und Versteifung des Muskelgewebes einher. Der verdickte Herzmuskel benötigt jetzt zudem eine erhöhte Blutzufuhr, um ausreichend Nährstoffe zu erhalten. Die Blutzufuhr kann jedoch nur in begrenztem Umfang erhöht werden. Folge davon ist, dass ab einer bestimmten Herzmuskeldicke das Herz nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann.
Folgeerkankungen am Herz
Als Folgeerkrankung entwickelt sich bei einer Verdickung des Herzmuskels
- eine Herzmuskelschwäche oder Herzinsuffizienz. Das bedeutet, dass das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen kann.
- eine Minderdurchblutung des Herzmuskels (koronare Herzerkrankung)
- ein Herzinfarkt (Absterben von Herzmuskelgewebe durch Sauerstoffmangel)
Im Frühstadium der Herzmuskelverdickung kann man durch eine konsequente Behandlung des Bluthochdrucks den Prozess teilweise wieder rückgängig machen. Ein verdickter Herzmuskel kann im Frühstadium auf ein erhöhtes Risiko für eine Herzerkrankung hinweisen. Somit zählt ein verdickter Herzmuskel zu den kardialen Risikofaktoren (Unterkapitel "Welche Risikofaktoren sind für das Herz gefährlich").
Im Spätstadium der Herzmuskelverdickung sind bereits strukturelle Schäden am Herzmuskelgewebe entstanden, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Man spricht dann von Endorganschäden. Die Ausbildung von Endorganschäden sollte auf alle Fälle verhindert werden.
Man spricht dann von Endorganschäden. Die Ausbildung von Endorganschäden sollte auf alle Fälle verhindert werden.
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