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Bluthochdruck & Nieren
Welche Schäden entstehen durch Bluthochdruck an den Nieren und welche Folgeerkrankungen resultieren daraus?
Schäden an den Nieren
Bluthochdruck ist vor allem für die kleinsten Äderchen in den Nieren, die einen Teil des Filtersystems der Niere darstellen, schädlich. Kommt zum Hochdruck außerdem noch ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) hinzu, sind die Nieren zusätzlich gefährdet. Die Nieren haben die Aufgabe den Flüssigkeitshaushalt zu regeln und den Körper von Stoffwechsel-Abfall-Produkten zu reinigen. Bei einer Nierenschädigung wird die Filterfunktion beeinträchtigt und es kommt zur Anhäufung von Stoffwechselabfallprodukten im Körper. Man spricht hier von einer eingeschränkten Nierenfunktion. Sie wird beim Arzt anhand des Kreatininwertes im Blut nachgewiesen.
Zudem kann die Niere durch das geschädigte Filtersystem nun auch für den Körper wichtige Substanzen wie Eiweiße nicht mehr zurückhalten. Sie werden in der Folge über den Urin vermehrt ausgeschieden (Proteinurie, auch Kapitel "Risikofaktoren- erhöhte Eiweissausscheidung über die Nieren").
Folgeerkankungen an der Niere
Als Folge einer Nierenschädigung treten auf:
- eine erhöhte Eiweißausscheidung über die Niere (erhöhte Werte für Albumin im Urin)
- eine eingeschränkte Nierenfunktion (erhöhter Kreatininwert im Blut)
Im Frühstadium der Nierenschädigung können durch eine konsequente Behandlung des Bluthochdrucks und der Risikofaktoren die Veränderungen am Filtersystem der Niere wieder rückgängig gemacht werden. Im Frühstadium verliert der Körper über die Niere geringe Mengen an kleinen Eiweißmolekülen wie das Albumin. Der Arzt bezeichnet dies auch als Mikroalbuminurie.
Von einer Mikroalbuminurie spricht man, wenn im Urin, den die Nieren innerhalb von 24 Stunden produzieren, 30 - 300 mg Albumin nachweisbar sind. Eine Mikroalbuminurie ist ein Hinweis auf erste Veränderungen an den Gefäßen und somit auf ein erhöhtes Risiko für eine Herz- und Gefäßerkrankung. Sie zählt damit zu den kardialen Risikofaktoren (Unterkapitel "Welche Risikofaktoren sind für das Herz gefährlich").
Im Spätstadium kommt es dann zu einer massiven Ausscheidung von Eiweißen über die Niere und einem gleichzeitigen Funktionsverlust der Nieren, erkennbar an einem erhöhten Kreatininwert im Blut.
Der normale Kreatininwert im Blut beträgt 0,5 -1,2 mg/dl (44 -106 µmol/l)
Im Endstadium der Nierenschädigung kommt es dann zum Nierenversagen mit der Notwendigkeit einer Blutwäsche (Dialyse) oder einer Nierentransplantation.
Bei einem Bluthochdruckpatienten mit bereits vorhandenen Schäden an der Niere kann davon ausgegangen werden, dass auch bereits Schäden am Herz- und Kreislaufsystem vorhanden sind. Somit gehören eine erhöhte Eiweißausscheidung über die Niere und eine eingeschränkte Nierenfunktion zu den kardialen Risikofaktoren (Unterkapitel "Welche Risikofaktoren sind für das Herz gefährlich").
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