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Warum soll ich bei Bluthochdruck Sport machen?


Die Vermeidung von Folgeerkrankungen bei Bluthochdruck ist von entscheidender Bedeutung. Auch wenn es bei einigen Sportarten zu Unfällen und Zwischenfällen kommen kann, sollte man nicht die eigene Unsportlichkeit damit entschuldigen, dass man Sportskeptiker zitiert, wie z. B. Churchill mit "no sports, only Whisky" oder "Sport ist Mord". In der Prävention geht es vornehmlich um nicht gefährliche Sportarten und es steht die körperliche Aktivität und Bewegung im Vordergrund. "Sport muss Spaß machen und ist gesund - und Gesundheit macht Spaß" ? getreu diesem Motto geben wir Ihnen einige Tipps und Hinweise zu geeigneten Sportarten.

Empfehlenswerte Bewegungs- und Sportarten für Bluthochdruckpatienten


Bei jedem Menschen kommt es unter körperlicher Belastung zu einem Anstieg des Blutdrucks. Bei regelmäßigem Ausdauertraining verbessert sich die Herz-Kreislauf-Anpassung und es kommt zu einem geringeren Blutdruckanstieg unter Belastung. Für den Bluthochdruckpatienten ist von besonderer Bedeutung, dass es zu einer Senkung des Ruheblutdrucks kommt. Aus diesem Grund eignen sich dynamische Bewegungs- und Sportarten, bei denen gleichzeitig viele Muskelgruppen beansprucht werden.

Bei Bluthochdruck sind vor allem Ausdauersportarten zu empfehlen, während Kraftsport und Wettkämpfe eher ungeeignet sind, da sie zu einem momentanen starken Blutdruckanstieg führen. Für Bluthochdruckpatienten geeignete Sportarten sind:

Allgemeine Grundsätze für das Training


Zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Bereich des Gesundheitssports wird vor allem ein Schwerpunkt auf die Steigerung der allgemeinen aeroben dynamischen Ausdauerfähigkeit gelegt.

Nach einigen Wochen Ausdauertraining kann mit einer Absenkung des Ruheblutdrucks von ca. 5-10 mmHg gerechnet werden - ein Erfolg auf den Sie stolz sein können und der sich in vielerlei Hinsicht für Sie bezahlt macht!

Achten Sie auf die vernünftige "Dosis Sport"
  • lassen Sie sich im Vorfeld von Ihrem Arzt untersuchen - Kontraindikationen für sportliche Aktivitäten sind eher selten.
  • Bewegung und Sport sollen Spaß und Freude bringen.
  • achten Sie auf sinnvolle Kleidung, nicht Mode, sondern Zweckmäßigkeit soll im Vordergrund stehen.

Welche Arten von Ausdauer gibt es?


Man unterscheidet - je nachdem wie viele Muskeln bei der sportlichen Belastung beansprucht werden:
  • die lokale Ausdauer (Belastung, die weniger als 1/6 der Gesamtmuskulatur beinhaltet)
  • die allgemeine Ausdauer (Belastung, die mehr als 1/6 der Gesamtmuskulatur beinhaltet)
Die allgemeine Ausdauer wird auch als Grundlagenausdauer oder Herz-Kreislauf-Ausdauer bezeichnet. Diese sollte bei Bluthochdruckpatienten trainiert werden.

Unter dem Aspekt der Energiebereitstellung im Muskel unterscheidet man zudem zwischen:
  • aerober Ausdauer
  • anaerober Ausdauer
Mit aerober Ausdauer bezeichnet man eine Energiegewinnung im Muskel, bei der genügend Sauerstoff zur Verfügung steht. Im Gegensatz dazu besteht bei der anaeroben Ausdauer ein Ungleichgewicht zwischen Sauerstoffaufnahme und Sauerstoffverbrauch. Der Muskel verbrennt dann die Energie ohne Sauerstoff und geht eine Sauerstoffschuld ein. Hierbei entsteht Milchsäure (Laktat). Zur Messung der Ausdauerform kann deshalb der Laktatspiegel im Blut bestimmt werden.

Wie hoch soll mein Trainingspuls sein?


Ein optimales Ausdauertraining erreicht man an der aerob-anaeroben Schwelle. Sie kann anhand des Pulses gefunden werden. Hier können Sie Ihren optimalen Trainingspuls berechnen (bitte geben Sie Ihr Alter ein):
 
 Alter:  
 
Ihr optimaler Trainingspuls beträgt 
Warnhinweis: Gilt nicht bei Einnahme eines Beta-Blockers, da diese die Herzfrequenz senken.
 
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